Der Brand war von einem unbekannten Mann über Notruf gemeldet worden. Beim Eintreffen der Rettungskräfte hatten sich die Hausbewohner bis auf eine Person vor das Haus in Sicherheit gebracht. Ein 68-jähriger Mann musste von der Feuerwehr aus dem stark verrauchten Dachgeschoß ins Freie gerettet werden. Die ersten Ermittlungen der Polizei konzentrierten sich rasch auf ein Zimmer der ausgebrannten Etage, dessen 34-jähriger Bewohner sich nicht unter den anderen Hausbewohnern befand. Zirka eine Stunde nach der Brandentdeckung meldete sich dieser Mann telefonisch bei der Polizei. Bei der ersten Befragung wie auch in einer späteren Vernehmung räumte der 34-jährige Mann von sich aus ein, das Feuer in seinem Zimmer gelegt zu haben. Als Motiv für die Brandstiftung nannte er seinen Frust über seine für ihn seit Jahren unzufriedene Lebenssituation. Zur Tatzeit war er offenbar alkoholisiert. Bei dem Brand wurde ein 45-jähriger Mann schwer verletzt. Diese befindet sich mit Brandverletzungen im Krankenhaus. Fünf Personen im Alter von 21 bis 68 Jahren wurden hauptsächlich durch Rauchgas leicht verletzt, drei dieser Personen konnten im Laufe des Morgens wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Durch den Brand wurde eine Etage teilweise zerstört, das darüber liegende Dachgeschoss ist auf unbestimmbare Zeit nicht bewohnbar. Der Sachschaden wird auf zirka 150.000 Euro geschätzt. Der bisher polizeilich nicht in Erscheinung getretene 34-jährige Türke wird am Freitag (09.12.2011) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart dem Haftrichter vorgeführt.


