Mit dem Polizeirevier in der Gutenbergstraße 109/111 soll dem Platzbedarf der
zwei zusammen gelegten Reviere Gutenbergstraße und Böheimstraße
entsprochen werden.
Das alte Reviergebäude in der Gutenbergstraße 75 wird
den Standards einfach nicht mehr gerecht“ sagte der stellvertretende Leiter des
Revierdienstes im Polizeipräsidium Dieter Schüle bei der heutigen Vorstellung
des geplanten Baues im Bezirksbeirat West.
„Die räumliche Situation wird sich mit den neuen Büroräumen sowohl für die
Beschäftigten als auch für unseren Besucherverkehr deutlich entspannen“, so
Schüle weiter.
Das Revier im Stuttgarter Westen ist eines der Reviere, das im Rahmen der
Polizeirevierreform umziehen muss. Nach der organisatorischen Umsetzung
muss nun so rasch wie möglich die Unterbringung angepasst werden. „Das Land
hat deswegen die notwendigen Mittel bereitgestellt. Wir sind froh, dass das
Projekt in das Landesinfrastrukturprogramm (LIP) aufgenommen wurde“ erläutert
Dr. Winfried Alber, der stellvertretende Leiter des für die Polizei in Stuttgart
zuständigen Amts Stuttgart des Landesbetriebs Vermögen und Bau. Mit diesem
Programm will die Landesregierung die Konjunktur fördern. Die darin enthaltenen
Projekte sollen möglichst rasch umgesetzt werden. Das landeseigene Gebäude
muss für rd. 2,35 Mio. € an die neue Nutzung angepasst werden. Im November
wurde der Bauantrag für das neue Revier bei der Stadt eingereicht. Baubeginn
soll im Mai 2010 sein.
In der Gutenbergstraße 109/111 wird das Polizeirevier 3 in das ehemalige
Gebäude des Finanzgerichts einziehen. Mit dem landeseigenen Gebäude kann
das bestehende Polizeirevier nahezu seinen Standort beibehalten und muss
lediglich einen Häuserblock weiter nach oben ziehen.
„Bei der Planung waren wir bestrebt, die Belange der künftigen Nachbarschaft
bestmöglich zu berücksichtigen. Die Zellen liegen deshalb von der
Nachbarbebauung abgewandt“ erläutert Dr. Alber.
An einem rund zwei Meter hohen Zaun und zwei getrennten Zu- bzw.
Ausfahrten führe kein Weg vorbei, ergänzt Schüle. Deshalb falle für die
Nachbarbebauung nun die Zufahrtsmöglichkeit über das landeseigene
Grundstück weg.
Die Nachbarn befürchten, dass ihr Grün nun weichen muss. Die Planer von
Vermögen und Bau bemühten sich gemeinsam mit der Polizei und auch dem
Verwalter der Baugenossenschaft um eine einvernehmliche für alle Seiten
verträgliche Lösung. Auf dem Grundstück der Polizei solle deshalb das knappe
Grün erhalten werden.